Studienfinanzierung

Ohne Geldsorgen durchs Studium

Miete, Betriebskosten, Essen, Bücher sowie ab und zu Ausgehen und das Studentenleben genießen – im Studium werden einige Ausgaben auf dich zukommen, die es zu bestreiten gilt. Zum Glück hast du verschiedene Möglichkeiten, dein Studium zu finanzieren. Sei es, dass du von deinen Eltern unterstützt wirst, einem Nebenjob nachgehst, ein Stipendium ergatterst oder Studienbeihilfe empfängst – dir stehen einige Optionen offen.

Zuschuss von den Eltern

Wer das Glück hat, während des Studiums bei seinen Eltern wohnen zu können, spart schon einmal an Miete, Betriebskosten und Lebensmitteln. Doch auch wer nicht während der Studienzeit bei den Eltern wohnt, kann sich Unterstützung von diesen einholen. Generell sind Eltern gesetzlich dazu verpflichtet, für den finanziellen Bedarf ihrer Kinder bis zur Erreichung der Selbsterhaltungsfähigkeit aufzukommen. Die Zeit deines Studiums zählt hier ebenfalls zu. Ob deine Eltern dir dabei monatlich einen zuvor vereinbarten Betrag überweisen oder du die Familienbeihilfe in Höhe von 130 Euro für dich beantragst – sofern deine Eltern dich finanziell unterstützen können, werdet ihr euch sicherlich einig. Um deine monatlichen Ausgaben zu reduzieren, könnten dir deine Eltern auch materielle Unterstützung zukommen lassen – wer nimmt von zu Hause nicht gerne einen Korb mit Leckereien mit oder stibitzt vom elterlichen Schreibtisch Druckerpatronen, Papier oder den ein oder anderen Ordner für die Studienunterlagen?

Jobben neben dem Studium

Kellnern, im Call-Center oder einer Fabrik arbeiten, Flyer verteilen oder in der Bibliothek aushelfen – das sind typische Jobs, mit denen viele Studentinnen und Studenten ihre Kosten decken. Ein Nebenjob kann jedoch auch schon die ersten Weichen für deinen späteren Berufseinstieg stellen. Wenn du dir eine Nebentätigkeit suchst, die schon zu deinen späteren Berufswünschen passt, kannst du dadurch erste Kontakte zu potentiellen ArbeitgeberInnen knüpfen und wertvolle Praxiserfahrung sammeln.

Staatliche Unterstützung

Wer keine Unterstützung von den Eltern erhält, kann in Österreich Studienbeihilfe beantragen. Jede österreichische Staatsbürgerin und jeder österreichische Staatsbürger hat ein Recht auf die staatliche Förderung. Um Studienbeihilfe zu erhalten, müssen jedoch einige Kriterien erfüllt werden.

Zum einen werden das Einkommen deiner Eltern, die Familiengröße und dein Familienstand berücksichtigt (soziale Förderungswürdigkeit). Hiervon hängt auch die Höhe der Beihilfe ab. Der Mindestsatz liegt bei fünf Euro, der Höchstsatz bei 679 Euro pro Monat. Zum anderen musst du als ordentliche Studentin/ordentlicher Student an einer Hochschule eingeschrieben sein und das Studium vor deinem 30. Lebensjahr beginnen. Während deines Studiums musst du weiters regelmäßig deine Studienerfolge nachweisen und darfst das Studienfach nicht mehr als zwei Mal wechseln.

Sonderfälle und Sonderformen der staatlichen Unterstützung

Eine Sonderform der Studienbeihilfe ist das SelbsterhalterInnen-Stipendium. Dieses wird an Studierende gezahlt, die mindestens vier Jahre vor ihrem Studienbeginn gearbeitet und sich damit selbst versorgt haben (mit einem Einkommen von mindestens 7.272 Euro jährlich).

Auch der Sozialfonds der Österreichischen HochschülerInnenschaft ist eine Sonderform einer staatlichen Förderung. Dieser wird in sozialen Härtefällen vergeben. Weitere Informationen zum Sozialfond bietet die ÖH auf ihrer Webseite.

Stipendien

Besonders günstig und erstrebenswert für Studierende sind Stipendien als Finanzierungsmittel. Die Leistungen aus Stipendien musst du nicht zurückzahlen und im Gegensatz zur landläufigen Meinung werden Stipendien nicht nur für gute Noten ausgehändigt. Zwar sind vor allem Leistungs- und Förderungsstipendien, für die du in der Regel besonders gute Studienleistungen vorweisen musst, als typische Stipendienformen bekannt. Daneben gibt es aber auch eine ganze Reihe Stipendien, insbesondere Stipendien privater Institutionen, die auf Basis anderer Kriterien erteilt werden. So werden Stipendien beispielsweise für besonderes ehrenamtliches Engagement, ein bestimmtes Forschungsthema oder für deinen familiären Hintergrund (z.B. den Beruf deiner Eltern) gewährt.

Studienkredite

Wer weder auf elterliche noch auf staatliche Hilfe während der Studienzeit setzen kann, kann auch über die Aufnahme eines Studienkredites nachdenken. Studienkredite bieten einen günstigen Zinssatz und den Vorteil, dass du diese erst nach Beendigung deines Studiums zurückzahlen musst. Wer sich für einen Studienkredit entscheidet, sollte jedoch unbedingt die Auszahlungsmodalitäten beachten. Weist der Kredit einen festen Zinssatz auf? Wann beginnt die Rückzahlungsphase? Müssen regelmäßig Nachweise über deine Studienleistungen eingereicht werden? Nur, wenn du dir absolut sicher bist, dass alle Formalitäten mit deinen Vorstellungen übereinstimmen, solltest du einen Kredit beantragen.